"Perfektionismus"
Eine Denkweise des Betroffenen: Aus der Idee, ein wenig Ordnung zu schaffen, wächst die Idee, alles bis in die kleinste Schublade zu sortieren – an einem Tag.
Diese Aufgabe ist aber nicht zu bewältigen. Es bleibt alles, so wie es ist, weil die Erkenntnis, dass man das Ziel nicht erreichen kann, sofort in Frust umschlägt.
Als Angehöriger oder Freund würden Sie vorschlagen, die Aufgaben zu verkleinern. Statt alles an einem Tag zu erledigen, werden Teilaufgaben gestellt. Wenn Sie sehen, dass diese Teilaufgaben mit professionellem Wissen bezüglich der Reinigung und Müllentsorgung zu bewältigen sind, rufen Sie uns einfach an und bauen Sie auf unsere Erfahrung! Beschreiben Sie uns, was Sie sehen – wir geben Ihnen Hilfestellung!
"... mir ist alles zu viel..."
Alles ist mit Selbstzweifeln und vor allem mit einem Gefühl der Minderwertigkeit verbunden. Daraus resultieren eine lähmende Untätigkeit und gleichzeitig das Wissen, etwas tun zu müssen, was den Druck noch erhöht. Dies führt zu noch intensiverer Passivität. Wird das zum Dauerzustand, vermüllt die Wohnung zusehends. Als Angehöriger oder Freund möchten Sie unbedingt helfen. Aufmunternde Worte wie „... das schaffst du!“
können, verbunden mit einer kleinen Belohnung, Erfolge bringen, wenn die Betroffenen zeigen, dass sie nicht jegliche Aktivität aufgegeben haben. Bitte bedenken Sie, dass selbst das Raustragen des Mülls eine übergroße Anstrengung ist – Geduld ist gefragt! Wenn Sie mithelfen können und Unterstützung bei der Entsorgung brauchen, sind wir gerne für Sie da!
Nutzen Sie unsere Erfahrung und stellen Sie Ihre Fragen! Bei uns finden Sie ein offenes Ohr und gute Ideen zur schrittweisen Entmüllung und Reinigung. Natürlich helfen wir gerne und erstellen Ihnen auf Wunsch, oder wenn es die Situation zulässt, einen Zeitplan, mit dem Sie Stück für Stück dem/der Betroffenen helfen können. Für diese Zeit stellen wir Container zur Verfügung und reinigen schnell und diskret Stück für Stück den Haushalt.
"Ich muss noch..."
Die herumliegenden Gegenstände und ungelösten Aufgaben, wie beispielsweise das Beantworten der Post, werden wie Knoten in Taschentüchern betrachtet, die als „Erinnerungshelfer“ für bestimmte Tätigkeiten liegen bleiben. Dahinter steckt das Gedankenmuster „Ich muss noch …“ beziehungsweise „Das mache ich noch“.
Problem: Der zeitliche Rahmen der Tätigkeit ist unbestimmt und daher dehnbar. Lösungen werden nicht im passenden Rahmen eingeleitet, Prioritäten werden nicht gesetzt. Als Angehöriger oder Freund würden Sie möglicherweise spontan aufräumen. Damit greifen Sie jedoch erheblich in das Pflichtbewusstsein des Betroffenen ein: Sie würden nicht Gegenstände wegräumen, sondern „Haltepunkte“. Versuchen Sie, Prioritäten mit Worten zu verdeutlichen!,
Gerne unterstützen wir Sie als Ansprechpartner beim Thema Hygiene/Entsorgung. Sprechen Sie mit uns die Prioritäten durch, die Sie gesetzt haben, gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung!
"Mich stört´s nicht - ich hab Schöneres zu tun..."
Die ganze Wohnung ist ein einziges Chaos und zeigt einen bedenklichen Grad an mangelnder Hygiene. Statt sich um das direkte Umfeld zu kümmern, wird mit „wichtigeren Dingen“ abgelenkt, die in dem Moment für einen gesunden Menschen völlig deplatziert wirken.
Als Angehöriger oder Freund würden Sie versuchen, die Person von der Ablenkung zu trennen. Hier besteht die Gefahr, dass der/die Betroffene das Chaos schlagartig wahrnimmt und sich sofort wieder verschließt. Die Person könnte jedoch lernen, dass Aufräumen und Putzen auch Spaß machen kann.
"... wir leben Ordnung und Sauberkeit."
Gerne führen wir den/die Betroffene als „Peer“ und unterstützen beim Aussortieren und Putzen – stundenweise oder täglich –, bis alles wieder in Ordnung ist. Fragen Sie uns, wir können gemeinsam ans Ziel kommen!
"Ich kann mich nicht davon trennen..."
Das Horten wertloser (gebrauchter!) Gegenstände, die ein gesunder Mensch in den Müll wirft, ist für die betroffene Person Ausdruck einer positiven Erfahrung. Der reale Wert der gehorteten Gegenstände ist für den Betroffenen nicht erkennbar, alles wird wertvoll – wirklich alles! Als Angehöriger oder Freund würden Sie spontan den Müll entsorgen wollen. Ein Einschreiten der Behörden ist möglich, wenn durch einen objektiven Befund eine Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt (Krankenhauseinweisung).
Akut SOS Clean – Hilfe beim Messie-Syndrom
Bei einer Erkrankung am Messie-Syndrom ist professionelle Hilfe erforderlich. Wenden Sie sich bitte an uns, wir ermöglichen eine schnelle Reaktion und entsorgen den Müll, reinigen die Wohnung und führen bei Bedarf eine Schädlingsbekämpfung durch.